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Sonntag, Oktober 25, 2020
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Grippeschutz – ein „Muss“ für Ältere

Menschen über 60 sollten die Impfung nicht auslassen

(djd). Bekannt ist es schon lange, aber die Coronakrise hat es erneut gezeigt: Infektionskrankheiten treffen ältere Menschen oft deutlich härter als jüngere. Das liegt unter anderem daran, dass mit den Jahren die Schlagkraft des Immunsystems nachlässt. Bei vielen Menschen kommen außerdem typische altersbedingte Erkrankungen wie Diabetes, chronische Lungenerkrankungen, Bluthochdruck oder eine koronare Herzkrankheit hinzu, die den Allgemeinzustand zusätzlich schwächen. Greifen dann Viren oder Bakterien den Körper an, kann er sich nicht ausreichend zur Wehr setzen. Deshalb ist es für Menschen ab 60 besonders wichtig, eine gute Gesundheitsvorsorge zu treffen und Infektionen, wenn möglich, durch eine Impfung vorzubeugen.

Vor einer Grippe kann man sich schützen

Der beste Zeitpunkt für eine Grippeimpfung ist der Herbst. Am besten vereinbart man rechtzeitig einen Termin.
Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Byjeng

Gegen eine der gefährlichen Atemwegserkrankungen, die „echte“ Grippe oder Influenza, gibt es schon seit Langem wirksame Impfstoffe. Diese wurden in den letzten Jahren noch einmal deutlich verbessert und können heute gegen alle vier wichtigen Influenzaviren-Stämme schützen. Trotzdem lassen sich jährlich nur rund 35 bis 40 Prozent der über 60-Jährigen in Deutschland gegen die Grippe impfen. Das ist viel zu wenig, da das Risiko, dass es zu Komplikationen wie Lungenentzündungen, Herzinfarkt oder sogar zum Tod kommt, bei älteren Erwachsenen stark erhöht ist. Anzustreben ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Impfquote von 75 Prozent. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippeschutzimpfung deshalb allen Menschen ab 60 Jahren, dazu weiteren Risikogruppen wie unter anderem chronisch Kranken, Schwangeren und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen, die beruflich oder privat viel Kontakt mit anderen Menschen haben. Für diese Personen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, Interessierte müssen sich nur um den Arzttermin selbst kümmern. Gerade in diesem Jahr sollte man dies nicht versäumen. Denn im Falle eines erneuten Covid-19-Ausbruchs kann so das Risiko verringert werden, dass es zu einem gefährlichen Mix der Infektionen kommt.

Nicht zu früh und nicht zu spät impfen

Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist im Oktober/November, da die Viren dann wieder zu zirkulieren beginnen. Außerdem benötigt das Immunsystem zehn bis 14 Tage, um einen wirksamen Schutz aufzubauen – und bei älteren Menschen arbeitet es oft langsamer und weniger effektiv. Trotzdem verringert die Impfung das Risiko einer schweren Erkrankung deutlich. Zurzeit sind außerdem neue Impfstoffe in der Entwicklung, die ältere Menschen noch besser schützen sollen.

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