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Sonntag, Oktober 25, 2020

Reden hilft

Tabuthema Inkontinenz: Je eher man sich dem Problem stellt, desto besser funktioniert der Alltag

(djd). Ein geselliger Abend mit Freunden, ein guter Witz, ein herzhaftes Lachen – und plötzlich ist es passiert: Die Blase „tröpfelt“. Wer das kennt, hat eine schwächelnde Blase vielleicht auch schon in anderen Situationen erlebt, zum Beispiel beim Niesen, Husten oder bei körperlicher Anstrengung. Oder ist der Harndrang manchmal sogar so stark, dass der rechtzeitige Gang zur Toilette unmöglich wird? Jedes dieser Beispiele kann ein Anzeichen für Harninkontinenz sein – ein unangenehmer Gedanke, der oft lieber verdrängt wird. Dabei gilt für Inkontinenz wie für jede Erkrankung: darüber reden hilft.

Inkontinenz betrifft nicht nur Senioren

Von Harninkontinenz sind Menschen in allen Altersgruppen betroffen. Mit den richtigen Hygieneprodukten kann der Alltag wie gewohnt und ohne Einschränkungen weitergehen.
Foto: djd/Ontex Healthcare Deutschland/shutterstock/Kues

Leider geschieht dies noch viel zu selten. Während etwa über Depressionen heute offen gesprochen wird, bleibt die Blasenschwäche ein Tabuthema. Den meisten Betroffenen ist ihr Leiden peinlich, obwohl sie bei Weitem nicht allein damit sind. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft beispielsweise geht von circa fünf Millionen Deutschen mit Harninkontinenz aus. Anders als häufig vermutet, trifft die Blasenschwäche nicht nur Senioren: An Harninkontinenz können Frauen und Männer, Jung und Alt erkranken. Etwa 40 Prozent der über 80-Jährigen sind betroffen, unter den 40-Jährigen sind 7,8 Prozent Frauen inkontinent und 3,6 Prozent Männer. Ebenso verschieden wie die Betroffenen sind die Grade der Inkontinenz. Eines gilt in jedem Fall: Je eher man abklären lässt, ob die gelegentlichen Missgeschicke nicht doch längst eine Inkontinenz sind, desto schneller kann der Alltag wie gewohnt und ohne Einschränkungen weitergehen.

Betroffene können sich telefonisch beraten lassen

Ein Besuch beim Hausarzt, Urologen oder Gynäkologen kann hier schnell Klarheit schaffen. Liegt der Befund vor, sollte man im nächsten Schritt das richtige Hygieneprodukt finden. Das Unternehmen Ontex beispielsweise hat sich mit der Marke iD auf Hilfsprodukte bei Inkontinenz spezialisiert und bietet eine kostenlose und diskrete Telefonberatung an. Auf der Webseite www.inkontinenz.de finden Betroffene die Servicenummer und viele weitere Informationen. „Es erfordert Mut, den ersten Schritt zu machen, wenn man Symptome an sich feststellt, die auf eine mögliche Inkontinenz hinweisen. Ein telefonischer Beratungsservice kann unter diesen Umständen ein niedrigschwelliges Angebot sein“, erläutert Ontex-Geschäftsführer Detlef Röseler. Nach der Beratung erhalten die Betroffenen kostenlos eine Auswahl an Hygieneprodukten und können sich in Ruhe zu Hause damit vertraut machen.

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